Weltweit flossen im ersten Halbjahr 2026 nach einer Erhebung von Dealroom 506 Mrd. US-Dollar Venture Capital – so viel wie nie zuvor. Doch 77% des Kapitals gingen an KI-Unternehmen, fast die Hälfte allein an OpenAI, Anthropic und xAI. Damit konzentrieren sich mehr als 80% aller VC-Investitionen auf die USA. Für Biotech bleibt das Finanzierungsumfeld schwierig.
Der globale Venture-Capital-Markt hat im ersten Halbjahr 2026 mit Finanzierungen von insgesamt 506 Mrd. US-Dollar einen neuen Rekord erreicht. Nach Daten von Dealroom entfiel dabei der überwiegende Teil des Wachstums auf den Bereich Künstliche Intelligenz. KI-Unternehmen sammelten 77% des weltweit investierten Risikokapitals ein – und das ausschließlich bei Unternehmen, deren Geschäftsmodell wirklich im Kern auf KI basiert. Alle anderen Tech-Bereiche bleiben meilenweit dahinter zurück.
Forscher des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg haben einen bislang unbekannten Mechanismus der DNA-Reparatur in menschlichen Zellen entdeckt. Wie das Team berichtet, übernimmt der Golgi-Apparat – bislang vor allem als Sortier- und Transportzentrum der Zelle bekannt – eine aktive Rolle bei der Steuerung von Reparaturprozessen im Zellkern. Die Ergebnisse eröffnen neue Ansatzpunkte, um die DNA-Reparatur gezielt zu beeinflussen, etwa bei Krebs.
Der Ebola-Ausbruch im Kongo eskaliert und die WHO schlägt auch deswegen Alarm, weil das Bundibugyo-Virus Impfstoffentwickler vor neue Herausforderungen stellt. Der bislang größte Ausbruch des Bundibugyo-Ebolavirus entwickelt sich in der Demokratischen Republik Kongo damit zu einer internationalen Gesundheitskrise. Innerhalb von gut zwei Monaten wurden inzwischen mehr als 3.200 bestätigte Infektionen und über 1.400 Todesfälle registriert. Was Sorgen macht, ist die besonders schnelle Ausbreitung in wenigen Monaten.
Wissenschaftler der ETH Zürich haben ein Messgerät entwickelt, mit dem auch Laien den Fettstoffwechsel-Biomarker Aceton in ihrer Atemluft messen können. In Studien und medizinischen Einrichtungen wird das tragbare Gerät bereits eingesetzt. Nun erhalten Industriepartner und Investoren die Chance, den nächsten Schritt des ETH-Spin-offs Alivion zu begleiten.
Dr. Jeroen Rovers wurde im Juli neuer Chief Medical Officer der Allogenetics GmbH in Hannover. Das Unternehmen entwickelt eine Ex-vivo-Gentherapie für Spenderorgane, die eine Organabstoßung nach Lungentransplantationen verhindern soll.
Die Berliner ProBioGen AG kooperiert mit dem niederländischen Biotech-Unternehmen VarmX B.V. bei der Entwicklung eines therapeutischen Faktor-X-Kandidaten. Das Unternehmen bringt dabei seine Erfahrung aus Programmen zu den Gerinnungsfaktoren VII und VIII sowie seine DirectedLuck®-Transposase-Technologie ein, die für komplexe Gerinnungsproteine ausgelegt ist.
Die Schweizer Biopharma-CDMO Celonic AG und das Martinsrieder Unternehmen Leukocare AG bündeln ihre Kompetenzen bei der Entwicklung komplexer Biologika im Auftrag von Pharma- und Biotech-Unternehmen. Die Kooperation verbindet Celonics Know-how in Zelllinien-, Prozessentwicklung und GMP-Produktion mit Leukocares datengetriebenem Ansatz für Formulierungsentwicklung.
Pentixapharm hat seine Kapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen und dabei 20,4 Mio. Euro brutto eingeworben. Die Mittel sollen vor allem die zulassungsrelevante Phase III-Studie PANDA mit dem Radiotracer PentixaFor als bildgebendes Diagnostikum, den Ausbau der US-Aktivitäten sowie die Weiterentwicklung der CXCR4-basierten Radioliganden-Pipeline finanzieren.
Die Berliner Pentixapharm Holding AG hat ihre Anfang Juli angekündigte Kapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen und dabei Bruttoerlöse von rund 20,4 Mio. Euro erzielt. Sämtliche 11,02 Millionen neuen Aktien wurden zum Ausgabepreis von 1,85 Euro platziert, gut 82% bei Anlegern über das Bezugsangebot, die restlichen Aktienbezugsrechte bei institutionellen Anlegern sowie beim Hauptaktionär Andreas Eckert, der seine Bezugsrechte voll ausschöpfte.

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